Gemüsebündel

Oh Lauch, wie unbeugsam stehst du im Garten
oh Lauch, du bist die Krönung aller Zwiebelarten
Dein Name, oh Lauch, steht in allen Küchenbibeln
oh Lauch – du bist der König unter den Zwiebeln
Du bist mir Gemüse
Gewürz aber auch
Du zierst jeden Eintopf
oh edler Lauch
Oh Lauch du eindrucksvolle grüne Stange
wir beide, Du und ich, wir kennen uns nun schon so lange
Ich mag nicht dran denken was ohne dich wäre
darum sing ich für dich dieses Loblied zur Ehre
Du bist mir Gemüse
Gewürz aber auch
Du zierst jeden Eintopf
oh edler Lauch
Jahrtausende schon
weht dein Zauberhauch
Durch Küchen und Stuben
oh edler Lauch
Oh lalalala lalalala Lauch, oh lalalala lalalala Lauch
Oh Lauch!
In der Küche hat die Möhre
Einen fixen festen Platz
Mit Möhren lässt sich alles machen
Ausser vielleicht Schnaps
Wobei, wobei,
warum nicht Möhrenbrand
Aus allem lässt sich Fusel brennen
Hier – und in jedem trocknen Land
Mit der Raffel und dem Messer
Geht’s der Möhre an den Kragen
Alle wollen sie nur fressen
Kochen schälen hacken jagen
Möhren leben selten lange
Aber ungemein gefährlich
Möhren sind in der Ernährung
Schlicht und einfach - unentbehrlich
Aus Möhren gibt es Suppen
Süsse Torten und Salate
Vollgestopft mit Vitaminen
Schmeckt die Möhre gar im Brote
Ob gekocht oder roh
Einfach oder im Verbund
Munden Möhren einfach köstlich
Und sind obendrein – gesund
I de Schwiiz do heissed’s Rüebli
Richtig deutsch heisst es Karotte
Und da ist sie, die Moral
Oder eher eine Bitte
Last der Möhre ihre Würde
Lob und preise du sie auch
Sonst geht’s der armen Möhre
Eines Tages wie – dem Lauch
Wurzelgemüse bereiten den Boden
für Sossen und herrliche Brühen.
Für Sellerie gibt es keinen Ersatz
da hilft weder wollen noch mühen.
Sellerie Sellera
Oh Sellerie du Doldenblütler
gehörst zu den Ganzjahrgemüsen.
Angesehen von der hohen Cuisine
bis hinunter in die Kombüsen.
Sellerie Sellera – Selleri Sellero Sellera
Ob Sellerieknollen ob Selleriestangen
paniert gedünstet gebraten.
Der Sellerie ist äusserst gesund
ob gekocht oder roh in Salaten.
Sellerie Sellera
Wurzelgemüse sind Grund und Boden
Für unterschiedlichste Speisen.
Dem Sellerie geziemt dieses Lied
Ihn gilt es zu loben und preisen.
Sellerie Sellera – Selleri Sellero Sellera
Früher war noch Mehl im Brot
Und Milch war spürbar weisser
Die Sossen waren sämiger
Die Heissgetränke heisser
Die Säfte waren voller Frucht
Die Schoken voller Lade
Heut ist essen Bussandacht -
Ach wie ist das schade
Früher war mehr Zeit für nichts
Und Geld war einfach Bares
In jeder Lüge steckte
Selbst im Grunde viel mehr Wahres
Die Leber war ganz einfach Wurst
Die Kurven lang und grade
Heut ist Wasser ungebrannt -
Ach wie ist das schade
Früher war der Rauch geweiht
Und Bier war aus der Gegend
Die Wand war für das Telefon
Die Silbermünzen prägend
Im Hallenbad war Kappenpflicht
Im Wuschelhaar Pomade
Heute bricht der Krug am Brunnen
Ach mein Gott - wie schade
Früher war mehr Ziegeldach
darunter Vogelnester
Die Kleider waren bunter
Die Einzelteile fester
Das Fleisch hing noch am Knochen
Auch ein Fünfer blieb mal grade
Heut regiert Sankt Abacus
Teufel auch - wie schade
Früher war die Leber Wurst
Vor Recht kam auch mal Gnade
Die schöne neue Welt bedeutet –
Fertig lustig - Schade!
Der Profi der kann es, denn er ist der Coole
Dafür war der Profi ganz lang in der Schule
Dort hat er gelernt, gestrebt und gebüffelt
Dort wurd‘ er geschunden, genormt und gerüffelt
Von dort kommt der Profi, den Kopf voller Wissen
Im stahlharten Glauben an seine Prämissen
Hinaus in die Welt, in den Rachen des Bösen
Erwählt und erkoren Probleme zu lösen
Er ist zickezacke schneidig
Pfefferscharf und schnell
Abgebrüht und durchgekämmt
Und hochprofessionell
Der Profi der ist Spezialist und Experte
Das lässt er uns spüren in all seiner Härte
Der Profi beginnt gleich mit sparen und streichen
Und setzt ein paar eiskalte Ausrufezeichen!
Der Profi wischt alles mit eisernem Besen
Wischt alles zusammen was einmal gewesen
Kein Stein auf dem andern, kein Stuhl auf den Beinen
Der Profi will Torte für sich und die Seinen
Sein Blick ist getunnelt, er schaut in die Röhre
Vom Wald und den Bäumen sieht er nur die Föhre
Sein Blickfeld ist eng, sein Weltbild ist klein
Wir wären alle froh, er liesse es sein
Er ist zickezacke schneidig
Pfefferscharf und schnell
Abgebrüht und durchgekämmt
Und hochprofessionell
Der Schlaf schmäht meine Gastlichkeit
und lässt mich schnöde liegen
ich schleiche dumpf durch mein Gemach
genervt und aufgerieben.
Als klitzekleiner weder noch
als sowieso und eher nicht
als Zwiebelturm im Haferfeld
als träges Leichtgewicht.
Ein wäre gern wenn’s anders wär
ein Schlucker ohne Eigenschaft
ein Unverstand ein Nullerschütz
ein Muskel ohne Kraft.
Ein Siebenzwerg im Rockpalast
ein Rumpelstilz mit Fotzelbart
die Ohren voller Sturm und Wind
und plumper Gegenwart
Ich pfeif den Vögeln hinterher
und rede frech zu Schafen
der Himmel geigt mir einen Marsch
aus tausend Paragraphen.
Ich liege gern und steh dazu
und lausche Wind und Regen
die Brühe zieht im Suppentopf
dem Lauchgericht entgegen.
Mein Wasserkopf ist mondgetrimmt
mein Fuss ist von der Stange
mir ist so schrecklich einerlei
genau gesagt - schon lange.
Die Pfaffen bellen zeitgemäss
die Königinnen klagen
die Zeitungsente legt ein Ei
in meinen gelben Wagen.
Der Tank so leer die Reifen platt
die Hupe ist beschädigt
die gelbe Farbe ausgebleicht
die Fahrt hat sich erledigt.
Der Schlaf schleicht an ich werd erlöst
die schwarzen Katzen greinen
von ferne fiebt ein scheues Reh
ich schliesse und zieh Leinen.
Verschiedene Songs, Ton und Text

Halbbachnigs das isch kläbrig
Halbwiis das isch es Brot
Halbgars das isch ned dure
Halbläbigs nid ganz tot
Halbbatzigs das isch wärtlos
und d‘Halbschueh sind zum Tanz
Halbheilig das isch tüüflisch
Halboff das isch ned ganz
Halblang das chame mache
Halbläär das isch de Chrueg
Es Halbeli isch zwenig
Halbsatt das isch nöd gnueg
I de Halbziit seit me Pause
Halbgschiid das isch nid schlau
Halbvoll das isch fascht nümi
Halb bsoffe isch nöd blau
Halbhalb das isch e Mischig
Halbinos die sind bleich
Halbkochets isch no knackig
Halbwarm das isch en Seich
Halbbachnigs das isch kläbrig
Halbwiis isch au halbrot
Halbgfrornigs esch ned Glace
Halbdunkel isch mis Brot